Weitersburger Friedhöfe: Ist teure Planung notwendig?

Veröffentlicht am 22.11.2015 in Kommunales

Cornelia Keßler, Gerhard Risch und Sascha Langenstein am alten Friedhof.

“Weitersburg spart. Koste es, was es wolle” dachten sich jüngst die SPD-Mitglieder im Gemeinderat.

Denn mit Mehrheit von FWG und CDU wurde eine “Friedhofsentwicklungsplanung“ für rund 17.000 Euro beauftragt, mit der laut Angebot eines privaten Planungsbüros der Flächenbedarf ermittelt und Vorschläge zur Optimierung der Unterhaltung und der Bestattungsangebote unterbreitet werden.

Ist Planung jetzt sinnvoll?

Müssen jetzt wirklich 17.000 Euro ausgegeben werden, um zu erfahren, wie man bei der Unterhaltung sparen kann? Muss jetzt wirklich für viel Geld viel Papier beschrieben werden, obwohl sich Weitersburg derzeit eine große Umgestaltung der Friedhöfe gar nicht leisten kann?

Nach Auffassung der Weitersburger SPD könnte eine Friedhofsentwicklungsplanung in „besseren Zeiten“ beauftragt werden, wenn die Gemeinde nicht mehr Jahr für Jahr hohe Schulden aufnehmen muss, wie es jetzt der Fall ist.

Besser offensichtliche Mängel beseitigen.

Jetzt wäre das Geld der Steuerzahler für die Beseitigung offensichtlicher Mängel an den Friedhöfen besser angelegt. So hat die Verwaltung bereits eine Liste mit den anstehenden Aufgaben und deren Kosten vorgelegt. Darunter sind z.B. Anlegen einer neuen Grabreihe für 9.000 Euro, Rückschnitt von Bäumen entlang Privatgrundstücken 4.500 Euro, Sanierung Zaunanlage neuer Friedhof 8.700 Euro, Sanierung Treppe Leichenhalle 2.200 Euro, bessere Begehbarkeit der Fußwege und vieles mehr.

SPD-Ratsmitglied Sascha Langenstein schlug zur Kosteneinsparung vor: Man sollte sich Friedhofsentwicklungsplanungen anderen Gemeinden ansehen. Haben sich dort die hohen Ausgaben gelohnt und tatsächlich zu Verbesserungen auf den Friedhöfen geführt? Vielleicht könnten darin enthaltene Informationen z.B. zu neuen Bestattungsangeboten und zur optimalen Pflege auf Weitersburg übertragen werden, ohne dass selbst ein teures Gutachten beauftragt werden muss. CDU und FWG wollten dies jedoch nicht.

Ich bin wirklich gespannt, was die Gemeinde für diese 17.000 Euro bekommt, so die Ansicht von Ratsmitglied Cornelia Keßler. Da die Ausgabe des Geldes nun beschlossen ist, wird die SPD den weiteren Fortgang konstruktiv und kritisch begleiten und Sie hier über das Ergebnis der Planung informieren.

 

Hier geht's um Weitersburg.

Aktuelle-Artikel