SPD Weitersburg lehnt neues Gewerbegebiet neben dem Staffelstück ab

Veröffentlicht am 22.11.2015 in Kommunales

Entsteht hier ein Gewerbegebiet?

Die Straße für das jüngste Neubaugebiet ist noch nicht ganz fertig, da beantragt die FWG bereits die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes neben dem Staffelstück. In ihrem Antrag führt sie aus, dass sie eine Erweiterung des Gewerbes in Richtung Straße „Am Römergrund“ wünscht.

Die SPD Weitersburg lehnt dieses Vorhaben ab, da Erwägungen zu folgenden Aspekten eindeutig dagegen sprechen: Ortsentwicklung, Verkehr, Bedarf, Lage, Kosten.

Ortsentwicklung: Weitersburg ist ein attraktiver Wohnort. Damit dies so bleibt, müssen die Grün- und Freiflächen am Ortsrand zur Naherholung erhalten bleiben. Eine weiter fortschreitende Bebauung des Grüngürtels wird daher abgelehnt.

Verkehr: Der Verkehr in der Hauptstraße ist bereits heute so stark, dass es regelmäßig zu Behinderungen kommt. Dieses Problem wird sich mit der fortschreitenden Bebauung hinter dem Dorf sowieso noch verschärfen. Ein neues Gewerbegebiet würde darüber hinaus weiteren Schwerlastverkehr in den Ort ziehen. Zweitweises Verkehrschaos wäre die Folge.

Bedarf: Im bestehenden Gewerbegebiet stehen noch drei Grundstücke mit über 7.000qm leer und werden z.T. seit Jahren zum Verkauf angeboten. Daher besteht kein Bedarf für ein neues Gewerbegebiet.

Lage: Durch den geringen Abstand zum Wohngebiet Staffelstück sind dort Lärm- und Verkehrsbelastungen zu erwarten. Ein neues Gewerbegebiet sollte - wenn es überhaupt nötig ist - einen größeren Abstand zur Ortslage aufweisen. Dazu wäre eine Änderung des Flächennutzungsplanes sinnvoll.

Kosten: Die Planung und die Erschließung des Gewerbegebietes kostet die Gemeinde viel Geld. Es ist unsicher, ob und wann die Kosten durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer wieder herein kommen. Nur gewinnstarke Unternehmen zahlen Steuern. Trotz neuer Baugebiete sind in den letzten Jahren die Schulden der Gemeinde stark angestiegen: 2009 hatte die Gemeinde noch unter einer Million Euro Schulde, im Jahr 2014 haben sich die Schulden von 1.5 Millionen auf 3 Millionen verdoppelt und für Ende 2015 wird ein Schuldenstand von über 5 Millionen Euro im Haushalt vorgesehen. Daher muss in den nächsten Jahren gespart werden und es können keine neuen Großprojekte angegangen werden.

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, senden Sie eine kurze E-Mail an gewerbe-weitersburg@planungen.info – wir werden Sie dann direkt über die Entwicklung dieses Projektes und ihre Einflussmöglichkeiten informieren.

 

Hier geht's um Weitersburg.

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