Baggerspielplatz Weitersburg - Klarstellung zur FWG-Berichterstattung

Veröffentlicht am 11.09.2016 in Kommunales

Der Wohnwert von Weitersburg steht für uns an erster Stelle.

Weitersburg ist kein Baggerspielplatz. Die Ortsentwicklung ist vielmehr eine wichtige Angelegenheit. Die Planung für neue Baugebiete sollte behutsam und gut überlegt aber nicht vorschnell erfolgen.

Wie berichtet fordert die FWG aktuell die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes direkt am Ortsrand zwischen Staffelstück und dem ehem. Sägewerk. Nebeneffekt dabei: Die rückwärtigen Lagerflächen des ehem. Sägewerkes könnten darüber erschlossen werden. Hat dies vielleicht den Stein ins Rollen gebracht?

Nach der irreführenden Berichterstattung der FWG muss klargestellt werden: Die SPD hält ein neues Gewerbegebiet derzeit nicht für erforderlich. Zudem wollen wir im Flächennutzungsplan keine zusätzlichen Wohn-, Misch- oder Gewerbeflächen ausweisen und lehnen solche Vorschläge ab. Die im Flächennutzungsplan vorhandenen Reserven für weitere Wohngebiete finden wir groß genug.

Uns wurde daraufhin der Vorwurf gemacht, nicht zum Abbau des Weitersburger 5-Millionen-Schuldenberges beitragen zu wollen, weil wir auf mögliche Gewerbesteuer verzichten würden. Die Einkommenssteuern überwiegt die Gewerbesteuereinnahmen in Weitersburg indes überdeutlich. Daher steht für uns der Erhalt des Wohnwertes an erster Stelle.

Wir sehen derzeit zudem keinen Bedarf für neue Gewerbeflächen, da Grundstücke und Gebäude im vorhandenen Gewerbegebiet leer stehen. Es besteht eher die Gefahr von Fehlinvestitionen, wenn die Gemeinde viel Geld für die Planung und Erschließung ausgibt, dann aber viele Flächen brachliegen bleiben.

Da wir im Gemeinderat bei weitem nicht die Mehrheit haben, können wir ein neues Gewerbegebiet nicht verhindern, wenn die anderen Parteien dies wünschen. Daher haben wir folgenden Kompromiß-Vorschlag unterbreitet: Wenn ein neues Gewerbegebiet unbedingt sein muss, dann sollte dies doch wenigstens einen größeren Abstand zum Ort aufweisen. Vielleicht kann die Verkehrszunahme im Ort dadurch etwas abgemildert und ein grüner Rand um die Wohngebiete erhalten bleiben.

Offensichtlich scheint man bei der FWG jetzt gemerkt zu haben, dass die zügige Ausweisung immer neuer Baugebiete bei vielen Weitersburgern nicht gut ankommt. Daher versuchte man im Presseartikel von letzter Woche den Eindruck zu erwecken, dass die SPD eigentlich ein viel größeres Gewerbegebiet beabsichtigt. Das ist eine geradezu groteske Umkehrung der Tatsachen in ihr Gegenteil.

Informieren Sie sich auf www.spd-weitersburg.de und kommen Sie zur nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung am 22. September um zu sehen, was die Parteien wirklich fordern.

 

Hier geht's um Weitersburg.

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