Antrag zu den landwirtschaftlichen Wegen der Ortsgemeinde

Veröffentlicht am 28.06.2010 in Fraktion

Die SPD-Fraktion hat vor kurzem einen Antrag zur Situation der landwirtschaftlichen Wege und des Rheinsteigs in unserer Ortsgemeinde eingebracht. Lesen Sie weiter unter "Mehr".

Sehr geehrter Herr Rockenbach,
sehr geehrte Damen und Herren,

vor Beginn der Erntezeit möchten wir auf zwei Dinge hinweisen, die wir und eine Vielzahl von Weitersburger Bürgern im vergangenen Spätsommer bis in den Herbst hinein negativ wahrgenommen und teilweise sogar verängstigt haben:

1.
Ein linksrheinisch ansässiger landwirtschaftlicher Großbetrieb hat in der Gemarkung Weitersburg größere landwirtschaftliche Flächen angemietet und nutzt diese teilweise extensiv.
Im letzten Jahr hatte dieser Betrieb Zuckerrüben angebaut, geerntet und über die land- und forstwirtschaftlichen Wege der Ortsgemeinde Weitersburg abtransportiert.
Dies geschah mit meist sehr großen Fahrzeugen, oft Lastkraftwagen mit – so wurde mir berichtet – über 30 Tonnen ZGG.
Unserer Meinung nach sind die Wege in der Weitersburger Gemarkung für Fahrzeuge mit einem solchen Gewicht nicht ausgelegt und dürften nicht nur im Bereich der Bankette sondern auch am Wegeaufbau selbst, früher oder später Schäden verursachen, die zu Lasten der Ortsgemeinde und damit zu Lasten unserer Bürger gehen.
Wir beantragen daher eine eingehende Prüfung inwieweit die Wegenutzung durch Fahrzeuge dieser Größenordnung bzw. bis zu welcher Größenordnung überhaupt, zugelassen werden kann und ggf. um verkehrsrechtliche Beschränkungen, um etwaigen Schäden vorzubeugen.
2.
Der „Rheinsteig“ in der Gemarkung Weitersburg besteht im hinteren Bereich des ehemaligen Sägewerkes und am oberen Ende des Gewerbegebietes aus einer unbefestigten Decke.
Dieser Teil des Wanderweges wird, wie andere befestigte Abschnitte des „Rheinsteigs“ auch, von Landwirten mit ihren Zugmaschinen und Fahrzeugen genutzt.
Dabei entstehen, gerade im Frühjahr und Herbst, bzw. überhaupt nach starken Niederschlägen größere Schlammflächen, die teilweise zu Fuß nicht mehr passierbar sind.
Das Problem liegt dabei nicht in der Benutzung durch besonders große und schwere Fahrzeuge sondern im Befahren des Weges allgemein.
Wir möchten die wenigen in Weitersburg noch ansässigen Landwirte nicht in ihren Arbeitsbereichen einschränken, sind aber der Meinung, dass gerade die Benutzung dieses Abschnittes des „Rheinsteigs“ absolut vermeidbar ist.
Tatsache ist, dass dieser Weg in neun von zehn Fällen nur von dem in der Gemarkung Bendorf ansässigen Betrieb „Röhrig“ benutzt wird, um darüber auf andere Felder und Äcker in der Weitersburger Gemarkung zu gelangen.
U. E. nach wäre es den Betreibern aber vollkommen zumutbar, den befestigten Weg hinter der Nerzfarm und die Straße „Am Römergrund“ zu nutzen, um auf die Kreisstraße und von dort aus auf die zu bearbeitenden landwirtschaftlichen Flächen zu gelangen – wie vom Betrieb „Mohr“ im Übrigen meist vorbildlich praktiziert.
Wir bitten auch in diesem Fall um eine eingehende Prüfung, insbesondere auch im Hinblick auf die noch anzulegende Ausgleichfläche Gewerbegebiet, diesen Abschnitt des „Rheinsteigs“ so zu gestalten, dass er für eine Durchfahrt von landwirt-schaftlichen Fahrzeugen nicht mehr genutzt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

 

Hier geht's um Weitersburg.

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